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 Verloren

Jetzt bin ich...nix. Oder selbst weniger. Nur noch ein Kostenpunkt. Das Minus in jeder Rechnung. Ich bin zuhause. Ich will wieder arbeiten, aber das darf ich nicht. Inzwischen könnte ich es auch nicht mehr. Allein mit mir, und das obwohl ich nicht mehr weiss wer ich bin. Eingeschlossen. Beinah wortwörtlich, denn die Aussenwelt wird mir zu stressig. Konfrontiert damit das ich 7 Tage in der Woche krank bin. Krank? Nein. Ich weigere michselbst als krank zu bezeichnen. Ich habe Fehler gemacht, die falschen Entscheidungen genommen.Und 20 Jahre später die Rechnung.

 

 

Ich habe meine Arbeit verloren. Schon Monate nicht mehr. Psychiater, die auch nicht mehr wissen was sie mir verschreiben können. Gesunder Schlaf schon Jahre nicht mehr. Mit oder ohne Pillen. Wie dann auch, Ruhe und Stille , ist das nicht auch sterben? Vorraus, weiter, durchhalten, das ist Leben.

 

Irgendwann ist das Leben verändert, ist es überleben geworden. Aus alle mist nichts geworden,mehr tod als lebend. Irgendwann der Entschluss: ich setzte mich totale in, aufräumen mit der Vergangenheit, 3 Tage in der Woche eine intensieve Gruppentherapie. Das bedeutet natürlich das Arbeiten ein ganzes Jahr lang nicht möglich ist. Es kann meinen Job kosten, aber so kann es auch nicht weiter.

Die Therapie ist schwer. Und wie so oft, du gehst gesund zum Arzt und kommst heraus mit einem Bein schon im Grab. Was sie nicht alles bei mir finden, ich könnte beinah darüber lachen.Viele Ereignisse hatte ich wohl total verdrongen, aber macht nicht jeder dasselbe? ist das nicht normal? Durch Zufall mein digitales Personaldossier von der Schule gesehen. Der Betriebsarzt hat zugefügt das eine Rückkehr unwahrscheinlich ist. Tolle Unterstüzung. Die Lohnkosten sind natürlich zu hoch.

 

Und jetzt die Therapie nach 5 Monaten stoppen. Sie sagen, es war zu schwer für mich. Wieder warten.

Meistens bin ich zuhause. Ich bekomme Angst wenn zuviel Trubel um mich herum ist, wenn zuviel Menschen in der Nähe sind oder zuviele Geräusche über mich hereinbrechen. Keine langen Zugfahrten mehr, nicht lange im Auto sitzten und so wenig wie möglich einkaufen gehen. Der Vogel im goldenen Käfig, so fühle ich mich.

Im November 2013 entgültig meinen Job verloren,gute und schlechte Tage wechseln sich ab.

Wie muss es weitergehen? Frustration und Depression wechseln sich ab und Energie ist gleich null.

Het echte geluk is het onbeperkte gebruik van het verstand.Aristoteles.
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Franz Kafka